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Ecuador | jugendliche Klimaaktivistin eingeschüchtert

Human RightsEcuador | jugendliche Klimaaktivistin eingeschüchtert

Leonela Moncayo ist die Tochter der Menschenrechtsverteidiger*innen Silvia Zambrano und Donald Moncayo von der Organisation “Unión de Afectados por Texaco” (UDAPT), die strategische Rechtsstreits führt. Sie gehört zu der Gruppe von Mädchen aus dem Amazonasgebiet, die zusammen mit der UDAPT ein historisches Urteil gegen das ständige Abfackeln von Gas in den Provinzen Sucumbíos und Orellana in Ecuador erreicht hat. Das ständige Abfackeln von Gas ist ein Prozess bei der Erdölförderung, der in sehr hohem Maße zur Klimakrise beiträgt, da dabei Methan freigesetzt wird, ein Treibhausgas, das noch schädlicher ist als CO2. Es wird davon ausgegangen, dass Methan für ein Drittel der Nettoerderwärmung seit der industriellen Revolution verantwortlich ist. Das ständige Abfackeln von Gas wird auch mit negativen Auswirkungen auf die Gesundheit der dort lebenden Menschen in Verbindung gebracht, da dabei eine Vielzahl von schädlichen Gasen und Substanzen freigesetzt wird.

Am 29. Juli 2021 stellte der Gerichtshof der Provinz Sucumbíos fest, dass der ecuadorianische Staat das Recht auf eine gesunde Umwelt und das Recht auf Gesundheit der Kläger*innen missachtet und seinen Verpflichtungen zur Eindämmung des Klimawandels nicht nachgekommen ist. Das Gericht stellte fest, dass der Staat die Gasfackeln, insbesondere in der Nähe von bewohnten Gebieten, schrittweise beseitigen und den betroffenen Gemeinden Entschädigungen zahlen muss.

Am 21. Februar 2024 nahmen vier der neun klagenden Mädchen, darunter Leonela Moncayo, an einer Sitzung des parlamentarischen Ausschusses für biologische Vielfalt teil, die das Ziel hatte, die Einhaltung des Urteils durch die zuständigen Behörden zu überprüfen. Die Ministerin für Energie und Bergbau, Andrea Arrobo, erklärte in ihrem Beitrag, dass die Regierung “zwei Fackeln beseitigt” habe und somit “dem Urteil bereits nachgekommen” sei. Sie sagte: “Es ist eine Sache, auf die Beseitigung von Gasfackeln zu bestehen, und eine andere, Panik zu verbreiten”, wobei sie die Dimension des Problems unterschätzte. Die Ministerin unterstellte den Mädchen auch, sie seien “manipuliert” worden.

Die vier klagenden Mädchen, darunter Leonela Moncayo, nahmen das Mikrofon und widersprachen den Aussagen der Ministerin, dass dem Urteil nachgekommen worden sei. Laut Angaben des Büros der Ombudsperson gäbe es nicht mehr 447, sondern inzwischen 486 Gasfackeln. Außerdem sagte eine der Klägerinnen zu den Politiker*innen: “Wie können Sie behaupten, dass wir manipuliert werden? Wir kämpfen für unsere Rechte.” Schließlich sagte Leonela Moncayo der Ministerin und den Parlamentarier*innen, dass das, was die Mädchen und anliegenden Gemeinden in dieser Sitzung von ihnen erhielten, “ein Almosen, ein Hohn” sei.

Die Organisation UDAPT, Leonela Moncayo und ihre Eltern sind der Ansicht, dass die Einschüchterung vom 26. Februar eine Vergeltungsmaßnahme für den Protest von Leonela Moncayo und den anderen Mädchen im parlamentarischen Ausschuss und generell für ihren Einsatz für die Umsetzung des Urteils durch die Behörden war.

Fortsetzung auf Englisch:
The Special Rapporteur on Human Rights Defenders, Mary Lawlor, mentions in her last report about the situation of child and youth human rights defenders that child activists often face “demeaning and belittling remarks, questioning their experience, expertise and motivation”, something worsened by “political narratives that use the age of child and youth human rights defenders to imply that they are being manipulated, recruited or brainwashed”. These narratives of stigmatization, according to the Interamerican Human Rights Commission, can exacerbate hostility and intolerance by different sectors of the population, which can put the lives and integrity of human rights defenders at risk. In 2023, Amnesty International released an urgent action to urge Ecuadorian state to refrain from using expressions that stigmatize, insult or discredit Pablo Fajardo, an Ecuadorian lawyer and activist who is part of UDAPT, after the last Minister of Energy and Mines accused him of being an “international criminal”.

Amnesty International documented throughout 2018 a series of attacks and threats perpetrated against women human rights defenders and leaders Patricia Gualinga, Nema Grefa, Salomé Aranda and Margoth Escobar, members of Mujeres Amazónicas (Amazonian Women) collective. In February 2023, Eduardo Mendúa, leader of the A’I Cofán indigenous people, was shot and killed. Mendúa had been outspoken in his opposition to oil exploitation in the area. These examples and the unfortunate situation of Leonela and her family show how Ecuadorian authorities continue to fail to protect human rights defenders, especially land, territory, and environmental defenders, and guarantee them a safe and enabling environment to carry out their work.

Story from www.amnesty.de

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